Archiv für die Kategorie „Natural Hoof Care“
Fachseminar mit Brian Hampson
Brian Hampson und Chris Pollit sind Gründer der Forschungsgruppe “Australian Brumby Research Unit“, deren Ziel es war, die Funktionsweise des Hufes besser zu verstehen und ihre gewonnenen Informationen zu verbreiten, damit bessere Bedingungen für die Hufgesundheit geschaffen werden können. Während der letzten vier Jahre hat die Forschungsgruppe daran gearbeitet, verschiedene Teilbereiche wie Hufgesundheit, Hufform, Hufbelastung, die Auswirkungen verschiedener Umwelteinflüsse auf die Hufform, Ernährung sowie Bewegungsmuster der Herden über GPS-Tracking zu untersuchen. Daten von mehr als 450 Pferden wurden gesammelt und die wissenschaftlichen Veröffentlichungen werden nun präsentiert.
Gunnar Schillig (0176-78043776) und Caro Liebner (0160-99754147) von Gesundehufe www.gesundehufe.com veranstalten ein
Seminar mit Brian Hampson für Hufbearbeiter und Tierärzte
18. September 2010 bei Ravensburg 9 – 18 Uhr
24. September 2010 bei Hameln 9 – 18 Uhr
Themenvorschau:
- Brumbies (Wildpferde) in Australien, ihr Lebensraum und ihre Ernährung
- GPS – Beobachtung von Haus- und Wild-Pferden
- Der Wildpferdehuf – Morphologie und Radiographie
- Huf-Pathologien bei Wildpferden
- Sohlenwölbung und ihr Zusammenhang mit der Lastaufnahme
- Feuchtigkeitsgehalt des Hufs in trockener und feuchter Umgebung
- Messung des Hufabdrucks durch Druckplatten-Studien
- Auswirkungen von Untergrund, Bewegung und Umgebung auf den Pferdehuf
- Rückschluß auf das Hauspferd, den Huf, Hufpflege und Haltung
Das Seminar wird in Englisch gehalten und nur teilweise übersetzt.
€ 75,- Frühbucherpreis Vorverkauf / Zahlungseingang bis zum 27.August
€ 95,- Kasse am Veranstaltungstag / Zahlungseingang bis 10.September
Anmeldung durch Zahlungseingang sowie Nachricht per Email an hufpflege@gmail.com; Konto 111 400 623, BLZ 650 501 10, KSK Ravensburg, Gunnar Schillig; Verwendungszweck: Australien Brumby - Kursdatum. Bitte bei Anmeldung vollständige Anschrift sowie Emailadresse oder Telefonnummer angeben!
Seminar für interessierte Pferdebesitzer, Reiter und Wildpferde-Fans
19. September 2010 bei Ravensburg 10 – 15 Uhr
26. September 2010 bei Hameln 10 – 15 Uhr
Themenvorschau:
- Wildpferde (Brumbies) in Australien, ihr Lebensraum und ihre Ernährung
- GPS – Beobachtung von Haus- und Wild-Pferden
- Der Wildpferdehuf – Physiologie und Pathologie
- Auswirkungen von Untergrund, Bewegung und Umgebung auf den Pferdehuf
- Rückschluß auf die Haltung von Hauspferden und deren Huf
Achtung: Die Seminare findet in englisch statt und werden nur bei Bedarf teilweise übersetzt!
€ 30,- Frühbucherpreis Vorverkauf / Zahlungseingang bis zum 27.August
€ 45,- Kasse am Veranstaltungstag / Zahlungseingang bis 10.September
Anmeldung und Zahlung ebenfalls bei Gunnar Schillig, hufpflege@gmail.com
Manu Volk
Hufbalance
Das Pferd ist von Natur aus dazu geschaffen, ohne großen Energieaufwand zu stehen und sich zu bewegen (außer bei Fluchtreaktionen). Die Voraussetzung hierfür ist ein sich im Gleichgewicht befindlicher Körper. Durch eine fehlende Hufbalance wird dieses Gleichgewicht gestört, da das Pferd durch eine Kompensierung über die Gliedmaßen und Muskulatur die Missbalance auszugleichen versucht. Es kommt unweigerlich zu ungünstigen Muskelverspannungen/-veränderungen und einer biomechanischen Dysbalance, die wiederum zu ungleichen Belastungsverhältnissen der Gelenke, Sehnen und Bänder führt.
Diesem Pferd wurde ein “stumpfer Huf” angearbeitet, indem die untergeschobenen Trachten nicht korregiert und gleichzeitig durch Abstrecken der unteren Zehenwand die Huffläche zusätzlich verkleinert wurde; der Huf befindet sich nicht mehr in Balance, was das Pferd über ein hochziehen der Schultergliedmaße und vorschieben des Körpers auszugleichen versucht. Es schiebt sich quasi in die Rückständigkeit, um die fehlende Hufbalance auszugleichen.
Welche Auswirkungen eine fehlende Hufbalance auf die inneren Strukturen des Hufes hat, lesen Sie HIER.
©Manu Volk
Sitz des Hufbeins in der Hornkapsel
Für eine gute Hufbearbeitung und der Herstellung der natürlichen Hufbalance ist es nicht nur wichtig, die Funktionalität der inneren Strukturen, sondern auch ihre Anordnung zu kennen.
Die Bilder lassen erkennen, dass der hintere Bereich der Hornkapsel von den Hufknorpeln und dem Strahl- und Ballenpolster eingenommen werden. Diese Strukturen dienen unter anderem der Stoßdämpfung bei der gesunden Trachtenlandung.
©Manu Volk
Verlängerte Zehe
Obwohl diese Hufkapsel steil und kurz wirkt …
… lässt die Sohlenansicht erkennen, dass die Zehe dieses Hufes leicht nach vorne gezogen ist (den Huf lesen
)
Eine Daumenbreite vor der Strahlspitze liegt der Rand des Hufbeines…
… und knapp vor dem natürlichen Abrollpunkt habe ich einen Hufnagel angesetzt…

… und durch die Sohle geschlagen:
Der Hufnagel geht also an einer Stelle durch die Sohle, wo man bereits “das Leben” vermutet…
… dieses bleibt von dem Nagel allerdings unberührt!
Von dem durchgeschlagenen Nagel …

… ist im “Innenleben” nichts zu sehen!
©Manu Volk
Das Strahlbein
ist ein kleiner, dichtstrukturierter Knochen, der sich palmar zwischen dem Hufgelenk und der tiefen Beugesehne befindet. Zusammen mit dem Hufbein und dem Kronbein bildet es das Hufgelenk; es umfaßt ca. 30% dessen distaler Gelenkfläche und ist von hyalinem Knorpel überzogen.
Nachfolgend Bilder verschiedener Strahlbeine - zur Veranschaulichung, dass auch das Strahlbein in seiner Größe, Dicke und Form variieren kann:
©Manu Volk
Das Hufbein
Ansichten verschiedener Hufbeinknochen gibt es hier.
©Manu Volk
Eselhufe

Ich freue mich sehr, Ihnen zwei Hufpräparate von “wilden” freilebenden Eseln zeigen zu können!
Der Trachten- und Ballenbereich der Hufe ist ausgetrocknet und deshalb stark zusammengezogen.
Trotz der Atrophie des hinteren Hufbereiches kann man sehr schön erkennen, dass der Huf eines freilebenden Esels sich zum Teil sehr stark von den (fehlerhaft bearbeiteten) Hufen unserer domestizierten Esel unterscheidet.
Die Bearbeitung von Eselhufen leidet genauso unter den dogmatischen und konventionellen Denkansätzen wie die Pferdehufe. Durch die Hufbearbeitung nach Natural Hoof Care wird sich auch jeder Eselhuf wieder in einen natürlichen, gesunden und leistungsfähigen Huf zurückbilden!
Vielen Dank an Gunnar Schillig, der die Photos zur Verfügung stellte.
©Manu Volk
Natural Hoof Care und Hufschuhe
Am letzten Aprilwochende hatten Gharim und ich Besuch von Caro Liebner (www.gesundehufe.com) und Petra Müller. Es fand ein interessanter Austausch rund um das Thema “Natural Hoof Care” …
… und Hufschuhe statt. Neben interessanten Ganganalysen in Hufschuhen…
ging es auch um das Thema “Hufschuhe aufschneiden”, um eine bessere Passform zu erhalten. Caro übernahm mit ihren Fachkenntnissen rund um den Swiss Horse Boot die Anpassung bei Gharim.
Welche interessanten Ergebnisse wir hierbei ermittelt haben, lesen Sie bald in einem der nächsten Beiträge!
Das schöne Sonnenwetter nutzen wir für ”Fotosessions” - eine Menge “Aktionbilder” von Petra Müller warten in den nächsten Beiträgen und Testberichten auf Sie!
Petra scheute wieder keine Mühen, um die besten Ergebnisse zu erzielen - im richtigen Moment auf den Auslöser zu drücken beherrscht sie genauso gut wie die Hufbearbeitung nach Natural Hoof Care!
Die Clips und Photos zu den Ganganalysen wurden natürlich gleich ausgewertet und diskutiert!
Noch einmal einen lieben Dank an Petra und Caro für die schönen Tage und die vielen vielen schönen Photos!
Gharim war wie immer ganz bei der Sache! Für die Kamera mit Begeisterung dazu bereit, die zum Teil sehr steilen Rennstrecken mehrmals hintereinander im vollen Tempo zu nehmen und danach sofort in völliger Gelassenheit zum nächsten Aufnahmeort zu schreiten.
©Manu Volk
Mustangroll
Die Hufwände eines Mustanghufes gehen in eine mehr oder weniger dicke sanfte Rundung über.
Beim Natural Hoof Care wird die Berundung des Hufes als Mustangroll bezeichnet.
©Manu Volk
Eselhufe
werden beim Natural Hoof Care nach den gleichen Kriterien wie Pferdehufe bearbeitet.
Auch bei Eselhufen wird oft der Fehler begangen, die Trachten “stehen” zu lassen, um die Hufe “steiler” zu stellen - bei Eselhufen führt dies sehr schnell zu einer Bockhufigkeit und untergeschobenen Trachten… Bei diesen Eselhufen hat sich nach kontinuierlicher Bearbeitung nach NHC mittlerweile eine gesunde (Esel-)Hufbalance eingestellt.
Die für die Esel(hufe) idealen Haltungsbedingungen und ausreichend Bewegung tragen ihren Teil dazu bei…
… die Hufe kurz und gesund zu halten.
Und es ist sehr schön zu sehen, dass Esel mit natürlich gesunden Hufen keine kurzen “Trippelschritte” machen, sondern einen schönen raumgreifenden Schritt haben!
©Manu Volk





















































