Die Huflederhaut
stellt zwischen der Hornkapsel und dem Hufbein eine mechanisch stark belastbare Verbindung her. Die bindegewebige Lederhaut wird sehr dicht mit Blut- und Nervengefäßen versorgt und dient auch der Ernährung der lebenden Epidermiszellen, welche ständig neue, sich verhornende Zellen bildet. Durch die weiche Konsistenz und dem großen Blutgefäßvorkommen hat sie Anteil an der Stoßbrechfunktion des Hufes.
Die Huflederhaut gliedert sich in folgende Abschnitte:
die Blättchentragende Wandlederhaut (Corium parietis)
die Zottentragende Saumlederhaut (Corium limbi), Kronlederhaut (Corium coronae), Sohlenlederhaut (Corium soleae), Strahllederhaut (Corium cunei) und die Ballenlederhaut (Corium tori)
Die Wandlederhaut liegt direkt auf dem Hufbein und der Basis des Hufknorpels auf. Sie reicht bis zum Tragrand, wo sie in die Sohlenlederhaut übergeht. Sie besteht aus ca. 600 unverhornten Primärblättchen, die zur Oberflächenvergrößerung nochmals je 100-200 unverhornte Sekundärblättchen ausbilden.
Die Verbindung zwischen der Hornkapsel und der Lederhaut ist in allen Abschnitten sehr fest und hält bei der Fortbewegung des Pferdes sehr starken Zug- und Druckkräften stand. Das Hufbein ist durch die Lederhaut an der Wand des Hornschuhs aufgehängt, so dass Sohle, Ballen und Strahl nur einen Teil der Körperlast übernehmen.
Die Saumlederhaut befindet sich zwischen der behaarten Haut und dem Kronwulst und ist als 4-6mm breiter, etwas eingesunkener Koriumstreifen sichtbar. Sie produziert die Glasurschicht. Die Kronlederhaut überzieht das 7-8mm starke Kronpolster.
Die Kronlederhaut produziert die Schutzschiht der Hornkapsel und im Grenzbereich der unter ihr liegenden Wandlederhaut auch primäres Blättchenhorn.
Die Sohlenlederhaut ist eng mit der Sohlenfläche des Hufbeines verbunden.
Die Strahllederhaut ist 2-4mm dick und geht seitlich in die Ballenlederhaut über. Die Ballenlederhaut ist sehr dünn und überzieht beide Ballen. Im oberen Abschnitt bildet die Ballenlederhaut behaarte Haut, im unteren das dünne und weiche Ballenhorn.
Nachfolgend Bilder einer getrockneten Lederhaut, die vom Hufbein entfernt wird, um die Stärke und Dicke der der Huflederhaut zu zeigen:
©Manu Volk












