Einblicke in die Gelenke
Als “Gelenk” werden die beweglichen Verbindungen zweier oder mehrer Knochen bezeichnet. Sie ermöglichen die Bewegung. Im Bereich des Gelenkes ist der Knochen mit einem Knorpel überzogen. Die Einblicke in die eröffneten Gelenke des unteren Beinabschnittes zeigen sehr schön, wie die Gelenkflächen genau aufeinander passen.
Das Fesselgelenk
ist ein Scharniergelenk, das als Wechselgelenk nur Beugung und Streckung zulässt. Die Grundlage des Fesselgelenkes bilden die Epiphyse des Röhrbeines, die Gleichbeine und die Epiphyse des Fesselbeines.
Das Krongelenk
ist ein Sattelgelenk; es erlaubt neben geringer Beugung und Streckung zum Ausgleich von Bodenunebenheiten auch geringradige seitliche Bewegungen (bis zu 4°). Es besteht aus der Epiphyse des Fesselbeines und der Epiphyse des Kronbeines.
Das Hufgelenk
ist vom Typ her ein Sattelgelenk; als unvollkommenes Wechselgelenk sind neben Beugung und Streckung Drehbewegungen (bis 15°) als Anpassung zum Ausgleich von Bodenunebenheiten möglich. Es besteht aus der Epiphyse des Krobnbeins, dem Strahlbein und dem Hufbein.
Die Gelenkshaut
kleidet die Innenseite der Gelenkkapsel aus; in ihr wird die Synovialflüssigkeit (Gelenkschmiere) gebildet. Zudem nimmt sie Abfallstoffe des Gelenkes auf und transportiert sie aus dem Gelenk.
Synovia (Gelenkschmiere)
sorgt für einen physiologischen Abstand der Gelenkflächen voneinander, verhindert Spannungen in der Gelenkkapsel, mindert den Gleitwiderstand im Gelenk, überträgt Druckbelastung und transportiert Nährstoffe für den Gelenkknorpel.
Gelenkknorpel
Die Gelenkflächen sind von einem hyalinen Knorpel überzogen. Der Gelenkknorpel besitzt keine Blut- und Nervengefäße; er wird von der Synovialflüssigkeit ernährt.
©Manu Volk













