Photo: Manu Volk

Die Zehe des Pferdes besteht aus Hufbein, Kronbein und dem Fesselbein, der Mittelfuß aus dem Röhrbein und den Griffelbeinen.

Zehen- und Mittelfußknochen

Das Hufbein

besitzt eine dem Hornschuh entsprechende Form. Es wird in drei Flächen gegliedert:

die Wandfläche

Hufbein

die Sohlenfläche,

Sohlenfläche Hufbein

und die Gelenkfläche.

Gelenkfläche Hufbein

Die Wandfläche des Hufbeins ist konvex geformt und gliedert sich in den Rückenteil, der die Grundlage der Zehenspitze bildet, und die beiden Seitenabschnitte (Grundlage der Seitenteile). Der innere Seitenabschnitt der Wandfläche steht steiler als der äußere.

Seitenansicht Hufbein, äußerer (lateraler) Seitenabschnitt

An die Seitenteile schließt sich beidseitig der zweigeteilte Hufbeinast an, dieser dient dem Hufknorpel als Ansatzstelle.

Seitenansicht Hufbein, innerer (medialer) Seitenabschnitt

Die Sohlenfläche des Hufbeines ist konkav - sie gibt die Sohlenwölbung der Hufkapsel vor.

konkave Sohlenfläche Hufbein

Über die beiden großen Sohlenlöcher dringen die Zehenarterien in den gleichseitigen Hufbeinkanal. Beide Kanäle entsenden weitere zahlreiche feine Kanälchen in den Knochen, welche an die Wandfläche des Hufbeins münden (Gefäßlöcher). Diese versorgen die Huflederhaut der Wand und der Sohle.

Die Wand- und Sohlenfläche bilden gemeinsam den Tragrand, welcher nahe der Zehenspitze oftmals die sogenannte Tragrandkerbe aufweist.

Tragrandkerbe Sohlenfläche

An diesem Hufbein kann man sehr schön diese Knochenauflösung erkennen. Die Struktur des Knochens war hier sehr weich und konnte mit dem Fingernagel noch zusätzlich entfernt werden.

Tragrandkerbe

Knochenauflösung Hufbeinspitze

Die Gelenkfläche des Hufbeins bildet mit der Gelenkfläche des Strahlbeins einen Teil des Hufgelenks.

Gelenkfläche Hufbein

Das Strahlbein

ist wie ein Weberschiffchen geformt. Es verjüngt sich zu seinen Enden hin. Funktionell ist es ein Bestandteil des Hufgelenks. Als Sesambein dient es der tiefen Beugesehne als Gleitfläche.

Strahlbein

Die glatte Gelenksfläche ist in der Mitte konvex gewölbt, mit hyalinem Knorpel überzogen und bildet ein Teil der Gelenkfläche des Hufgelenks.

Gelenkfläche Strahlbein

Die Unterseite des Strahlbeins ist mit Faserknorpel überzogen und bildet die Gleittläche für die tiefe Beugesehne. In Richtung der Zehenachse weist sie eine deutliche Erhebung, den Sagitalkamm, auf.

Gleitfläche tiefe Beugesehne

Ansicht Strahlbein zum Hufbein hin

Ansicht Strahlbein zur tiefen Beugesehne hin

Zwischen dem Strahlbein und der tiefen Beugesehne befindet sich ein Schleimbeutel. Die Einheit aus Strahlbein, tiefer Beugesehne und Schleimbeutel werden als Hufrolle bezeichnet.

Auf dem folgenden Bild kann man sehr schön erkennen, wie das Strahlbein Teil des Hufgelenks ist:

Strahlbein in seiner Position.

Das Kronbein

Kronbein mit Bandansatzstellen
Kronbein mit Bandansatzstellen

Seitenansicht Kronbein

Gelenkfläche Kronbein zum Hufgelenk

Gelenkfläche Kronbein zum Fesselgelenk

Hufbein und Kronbein

Das Fesselbein

Fesselbein (Dorsalansicht)

Fesselbein (Dorsalansicht)

Seitenansicht Fesselbein

Sagitalrinne Gelenkfläche zum Röhrbein

Fesselbein (Palmar)

Die Gleichbeine

dienen der tiefen Beugesehne als Gleitfläche. Sie ergänzen mit ihrer Gelenkfläche die Gelenkvertiefung des Fesselgelenks.

Gleichbeine, Gelenkfläche

Gleichbeine Gleitfläche Beugesehne

Gleichbeine

Gleichbeine

Lage der Gleichbeine:

Das Röhrbein

Röhrbein

Sagitalkamm des Röhrbeins (Fesselgelenk)

tiefe Bandgruben und Bandhöcker des Röhrbeins (zum Fesselgelenk)

Die Griffelbeine

Griffelbeine

Ansatzfläche zum Röhrbein

Griffelbeinköpfchen

Ansatz Griffelbeine - Ansicht Karpalgelenk

Ansatz Griffelbeine - Ansicht Karpalgelenk

Lage Griffelbeine am Röhrbein

Lage Griffelbeine am Röhrbein

©Manu Volk