Der 3. Bearbeitungstermin des Haflingerhengstes mit chronischer Hufrehe liegt hinter uns. Aufgrund des Schnees und der -10°C sind manche der Bilder nicht ganz so aussagekräftig wie gewohnt. Doch man kann auf ihnen nach gerade mal 18 Wochen eine deutliche Verbesserung der Hufe erkennen.

chronische Rehehufe Haflingerhengst vor 3. Bearbeitung
chronische Rehehufe Haflingerhengst vor 3. Bearbeitung

Die Seitenansicht des rechtenVorderhufes lässt erkennen, dass der Huf mit einer guten Verbindung nachwächst, und dass das Hufwachstum Trachte-Zehe mittlerweile relativ gleichmäßig ist. Der “Knick” in der Zehe ist bereits bis über die Hälfte des Hufes nach unten gewachsen:chronischer Rehehuf vorne links

Die Sohlenansicht des rechten Vorderhufes zeigt, wie das Narbenhorn der weißen Linie (entstanden durch die Zusammenhangstrennung) die Zehe verlängert. Sohlenansicht linker Vorderhuf; chronische Rehe

Da die Trachten mittlerweile ein normales Wachstum zeigen und der Huf daher nicht mehr so steil nach unten wächst, entsteht  nun ein Hebel an der Zehe, der zum einen für das Pferd schmerzhaft sein kann und zum anderen die Heilung der Wandverbindung der Zehenwand behindern würde.

linker Vorderhuf auf Hufbock, Zehenbereich bereits am aufgehaltenen Huf zurückgesetzt
rechter Vorderhuf auf Hufbock, Zehenbereich bereits am aufgehaltenen Huf zurückgesetzt

Um diesen Hebel zu beseitigen, wurde die Zehenwand dieses mal bis zum Knick abgestreckt:entfernter Hebel; linker Vorderhuf

Die gelblichen Verfärbungen des Wandhornes stammen von der Entzündungsflüssigkeit, die roten von den Einblutungen, die während eines Reheschubes austreten.gelbliche und rote Verfärbungen chronischer Rehehuf

Die Sohlenansicht zeigt, dass die Zehe deutlich verkürzt wurde, was dem Pferd das Abrollen erleichtert und die verletzte Verbindung von Hufbein und Hornkapsel somit nicht ständig weiter gereitzt wird.chronischer Rehehuf vorne links nach Bearbeitung

Der Huf vorne links ist bereits “gesünder”. Kein verstärktes Trachtenwachstum und eine stabilere Lamina.chronischer Rehehuf vorne links vor Bearbeitung

chronischer Rehehuf vorne links nach Bearbeitung

Auch an den Hinterhufen ist der Heilungsprozess ersichtlich; u.a. kein verstärktes Trachtenwachstum mehr. Die Strahlfuchen sind nicht mehr so tief wie beim letzten Bearbeitungstermin, was dafür spricht, dass die Bodenparallelität des Hufbeines stabil blieb und das Hufbein nicht mehr so tief in der Hornkapsel sitzt. chronischer Rehehuf hinten rechts vor Bearbeitung

chronischer Rehehuf hinten rechts nach Bearbeitung

chronischer Rehehuf hinten links vor Bearbeitung

chronischer Rehehuf hinten links nach Bearbeitung

 

©Manu Volk