Vor der Hufbearbeitung nach Natural Hoof Care

wird das Pferd von allen Seiten genau betrachtet. Eventuelle Spannungszustände des Körpers, jede Imbalance des Pferdes und der Hufe werden zur Kenntnis genommen.

Dieses Pferd zeigt vor der Bearbeitung bereits deutlich, dass es sich in seiner Haut - seinen Hufen - nicht wohlfühlt.

Vor der Bearbeitung

Der rechte Vorderhuf lässt die Problematik deutlich erkennen: hohe Trachten, nach vorne weghebelnde Zehe - alle Anzeichen sprechen dafür, dass sich das Hufbein nicht bodenparallel in der Hornkapsel befindet, sondern durch fehlerhafte Hufbearbeitung “rotiert” ist und das Pferd daher schmerzempfindlich im Zehenbereich:

hohe Trachte, weghebelnde Zehe

 Die Hufe wurden leider nach den immer noch üblichen Methoden und Theorien bearbeitet - nämlich die Trachte nicht zu  berühren und die Zehe von der Sohlenfläche her zu kürzen, indem man die Sohlenschwiele, die die empfindliche Hufbeinspitze schützen soll, ausdünnt:

nach fehlerhafter Bearbeitung

Die Frontansicht beider Hufe verdeutlicht, wie der Hufwinkel “steiler” gemacht wurde:

Frontansicht vor Bearbeitung

Frontansicht vor Bearbeitung

nach Bearbeitung

nach Bearbeitung

Das Pferd fühlt sich - wen wundert’s - nach der Bearbeitung noch deutlich unwohler:
Nach der Bearbeitung

Nach der Bearbeitung

 
 
 
Beim NHC wird die Fesselachse NICHT beachtet! Die Sohlenschwiele wird NICHT berührt! Die Trachten, die auch bei diesem Pferd zu hoch sind und daher untergeschoben…
 
Vorderhuf
 
… werden so weit wie möglich zurückgesetzt - hier gilt es, den Huf richtig zu “lesen” - …
entfernen totes Sohlenmaterial im Trachtenbereich

entfernen totes Sohlenmaterial im Trachtenbereich

untergeschobene Trachten und weghebelnde Zehe

… die wegschnabelnde Zehe wird nur im unteren Drittel der Hornkapsel leicht gestreckt und mit dem “Mustangroll”  (Berunden des Hufes/Kante des Hufes brechen) wird der Abrollpunkt zurückgesetzt:

 
Stellungsverbesserung nach Bearbeitung

nach Bearbeitung

 Also das genaue Gegenteil dessen, was hierzulande meist gelehrt und gearbeitet wird - und das Pferd bleibt schmerzfrei und komfortabel!
©Manu Volk