Die Eckstreben
Die Eckstreben verlaufen in gerader Linie zum breiten, weiten Strahl. Sie stehen meist leicht über der gewölbten Sohle und tragen “passiv” einen Teil der Last.
Den Eckstreben sollte nicht erlaubt werden, dieselbe Länge wie die Hufwand zu haben.
Diese stabile starke “Strebung der Ecken” eines harten trockenen Hufes verhindert meist die Abnutzung im Trachtenbereich und ist bei unseren domestizierten Pferden mit mangelnder Bewegung und damit mangelndem Abrieb kontraproduktiv für die natürliche Trachtenlänge.
Sie sollten daher immer auf oder knapp über Sohlennivau zurückgeschnitten werden (Erfahrungswert Hufexperte, Bodenverhältnisse, Nutzung des Pferdes etc.).
Unnatürlich übergelegte Eckstreben sowie gebogene Eckstreben sind nichts anderes als eine Verbiegung der Hufwand …
…und sollten so getrimmt werden, dass sie in einer geraden Linie zum Strahl liegen. Nur so können sie dem Huf die Unterstützung geben, für die sie gemacht sind. Auch hier gilt es wieder, der Sohle als “Führer” der Hufbearbeitung zu folgen, …
… und die Eckstreben sollten knapp über oder auf Sohlenniveau gekürzt (Erfahrungswert des Hufexperten, Zustand des Hufes, etc.) werden.
Dieser vernachlässigte Huf zeigt sehr deutlich, wie die Eckstreben, die sich auf gleicher Höhe mit der Wand befinden, sich durch mangelnde Abnutzung über die Sohle legen (wuchern). So entstehen Druck- und Fäulnisstellen am Huf, die das Pferd evtl. zu einer Zehenlandung veranlassen…
©Manu Volk







