Der Test

Durch eine Freundin wurde ich auf den Renegade® aufmerksam. Seine Testphase war damals noch nicht abgeschlossen und ich verfolgte sie gespannt, da mir der Hufschuh wegen seines neuartigen Designs und den knalligen Farben gut gefiel. Mehr als neugierig habe ich mir Anfang Juni 2008 ein Pärchen in Größe 0 für die Vorhand besorgt.

Das Testpferd

Getragen wurden die Renegades® von Gharim Shaklan, (damals) 9jähriger AV-Hengst (spanisch-ägyptische Blutlinie) mit superkurzem Rücken und einem starken Antritt der Hinterhand. Unser Reitgelände befindet sich am Rande des Odenwaldes mit vielen Steigungen und Gefällen. Die meisten Wege sind geschottert und bis zum ersten Wirtschaftsweg geht es mindestens 10 Minuten über Asphalt. Da wir gerne unterwegs sind, geht es in der Woche fünf- bis siebenmal für mindestens 1,5 bis 3 Stunden ins Gelände. Geritten wird Gharim mit einem Torsion® Duo. Durch seinen kurzen Rücken neigte Gharim damals zum Greifen.

Testpferd Gharim Shaklan

Die ersten Eindrücke

Zuerst habe ich an den Renegades® mit der Raspel die Zehenrichtung an Gharims Bedürfnisse angepasst:

links im Bild bearbeitete Zehenrichtung

Bei der ersten “Anprobe” war ich dann erst einmal etwas irritiert. Das geht ja so was von leicht; kein Schlag mit der Faust nötig, keinerlei Technik… Schuh aufklappen, Huf reinstecken, Schuh zuklappen, Riemen schließen. Ob das wirklich hält?

Um mir das Laufverhalten in aller Ruhe anschauen zu können, ging es erst einmal an der Hand spazieren. Gharim zeigt mit dem Renegade® einen schönen raumgreifenden, freien Schritt mit starker Trachtenlandung (nicht zu verwechseln mit einer krankhaften Trachtenfußung). Schon nach wenigen Minuten ist mir klar, dass ich diesen Schuh auch für hinten will!

Trachtenlandung Renegade

 An diesem ersten Tag hat es kurz geregnet und wir sind gleich mal über einen frisch abgemähten Wiesenhang spaziert. Auf dem nassen kurzen Gras ist Gharim mit der unbeschuhten Hinterhand kurz gerutscht, vorne mit den Renegades® nicht ein einziges mal! Das lässt sich ja mehr als gut an… Zu Hause beim Ausziehen die nächste Freude: kein Geziehe, kein Gezerre - Schuh einfach aufklappen und ein leichter Druck mit dem Daumen - fertig!

Trotz seiner untergeschobenen Trachten passt Gharim hinten in die 00er, da der Schuh ja hinten offen ist. Dadurch ergibt sich ein deutlich anderes Abrollen der Hinterhand als Gharim das mit den bisher getragenen Hufschuhen gewohnt war und gleich beim ersten Ritt war klar, dass wir die nächsten Tage erst mal langsam und zeitlich kürzer unterwegs sein würden. Gharims Bewegungsablauf verändert sich deutlich durch die neuen Schuhe  und die Muskulatur wird sich umbilden. Gharim geht locker, frei und “rund” mit den Renegades®; es ist mehr Bewegung im Rücken.

Der erste Trab und die nächste Verblüffung: mit raumgreifenden, schwebenden Tritten, den Schweif über den Hintern geklappt, kraftvoller Antritt der Hinterhand. So hat sich Gharim selten unter dem Sattel präsentiert (Traben ist nicht gerade die Stärke (m)eines Arabers…). Nach dem ersten maßvollen Galopp ein kurzer Blick - Schuhe noch da. Also auf zu einer unserer “Rennstrecken”. Auch arabischer Highspeed ist kein Problem!

Trab mit Renegade

Am nächsten Tag will ich es dann wissen und halte Gharim an einer der Lieblingsgaloppstrecken zurück. Er ist heute richtig gut drauf und baut sich auf. Ich gebe die Zügel hin und Gharim schießt los wie aus der Startbox! Hinter uns fliegen Schottersteine durch die Luft - aber keine Renegades®!

In der Nacht heftige Regenschauer. Wir also gleich durch einen frisch gepflügten Acker. Schritt, kurzer Trab, kurzer leichter Galopp - Renegade® dran!

Versenkt!Renegade mit Ackerboden

Sohlenansicht nach Acker

Gleich den Berg runter, Asphalt, ca. 12% Gefälle. Der Grip trotz mit Lehmboden vollgepappter Sohle einwandfrei. Kurz durch den Grünstreifen reiten und die Schuhe sind fast sauber! Meine Begeisterung steigt immer mehr. Mit den Renegades® kurz durchs Unterholz, zurück auf den Waldweg und nachschauen: Schuhe noch dran und wider Erwarten sind die Klettriemen weder mit Gras noch mit Reisig bestückt.

Das An- und Ausziehen

ist wirklich leicht. Kein Ziehen und Zerren und kein Geklopfe mehr an den Gelenken und Sehnen. Das Gefummel mit dem Fersenriemen nervte mich allerdings von Anfang an und ich persönlich finde das Anziehen etwas aufwendig. Schnelles und unachtsames Anziehen  ist hier unangebracht - der Renegade® erfordert sorgfältige Arbeit und Sitzkontrolle. Für Gharim ist das An- wie das Ausziehen angenehm.

Laufverhalten

Das Laufverhalten war für mich im Renegade® bei Gharim von Anfang an ein Traum! Gharims Schritt ist deutlich raumgreifender geworden. Trab und Galopp fühlen sich leicht und schwebend an - wie es bei einem Vollblutaraber eben sein soll.

Auch über längere Strecken ist ein ermüdungsfreies Laufen möglich. Selbst in tiefem Boden oder auf längeren Ritten mit viel Tempo ist das Greifen bei Gharim im Renegade® verschwunden.

Trab in roten Renegades!

Wirtschaftswege, tiefe Fahrspuren und auch andere Bodenunebenheiten bewältigt Gharim mit dem Renegade® deutlich besser als in den von uns bisher benutzten Hufschuhen. Vor allem bei seitlichen Unebenheiten haben wir ein deutlich verbessertes Laufverhalten. Bei engen Wendungen setzt Gharim deutlich weiter unter und auch die Hankenbeugung hat sich im Vergleich zu anderen Hufschuhen verbessert. Er scheint mit dem Renegade® ein viel besseres Gefühl für die Bodenverhältnisse und seinen Bodenkontakt zu haben.

Gharims Muskulatur hat sich mit dem Tragen des Renegades® verändert. Sein Bewegungsablauf ist harmonischer. Außerdem ist das der erste Hufschuh an seinen Hufen, der “arabisches” Schreiten ermöglicht. Bisher sah das eher immer nach Araber in Schlappen aus…

durch tiefen Boden

 

 

 

 

 

 

Diesen raumgreifenden Schritt beobachte ich bei den meisten Pferden, die mit dem Renegade® laufen. Nur ein Pferd, das aber auch schlecht ausbalanciert war, kam mit dem Renegade® nicht klar und scheiterte damit auf abschüssigen Wegen und Hängen. Pferde, die nach starker Fühligkeit bereits auf dem Weg zur Hufgesundheit waren, konnten mit dem Renegade® ohne zusätzliche Polsterung wieder geritten werden. Selbst sie zeigten diesen raumgreifenden Schritt und gingen ohne zu zögern über groben Schotter.

Die meisten Pferde zeigen mit dem Renegade nicht den üblichen “Storch im Salat”-Gang, wenn sie zum ersten mal Hufschuhe an den Hufen haben, sondern laufen zu 98% gleich fei damit los. Selbst bei drei Jungpferden, die noch nicht einmal das Gefühl von Gamaschen an den Beinen kannten, keine Anzeichen von “Huch, ein Fremdkörper an den Hufen”.

Der Grip

des Renegade®-Hufschuhes ist sehr gut. Wege, die wir nach regnerischen Tagen normalerweise meiden, weil sie leicht abfallen und matschig schwierig zu begehen sind, können ohne größere Probleme bewältigt werden. Gharim ging anfangs wie gewohnt noch mit kurzem Schritt, zeigte aber bald, dass er mehr Vertrauen zum Untergrund hatte und ging zügiger voran. Auch bei kurzem nassem Gras bergab ist der Grip herausragend. Steilhänge hinauf hat Gharim einen guten Halt und auch wenn es über Wirtschaftswege durch tiefe Fahrspuren geht, kommt er nicht ins rutschen oder stolpern. Gharim ist enorm trittsicher und sehr gut ausbalanciert. Er weiß von selbst, ob er seinen Schritt verkürzen muss und man braucht ihm nur die Zügel lang zu lassen und ihn mit dem reiterlichen Sitz nicht stören - er sucht sich alleine seinen Weg durch unwegsame Wegabschnitte. Daher kann ich sagen, dass wenn man hört, die Pferde rutschen im Renegade®, es keinesfalls am Grip des Renegade® liegt…

Abdruck im nassen Lehmboden

Beim losschießen aus dem Stand oder dem Schritt in den Galopp greift die Hinterhand sehr gut und der Schub der Hinterhand ist noch einen Hauch heftiger geworden!

Auch bei Schnee und leicht überfrorenden Waldwegen ist der Grip echt klasse! Ungeräumte Asphaltwege waren auch bei leichterem Gefälle im Trab ohne Schwierigkeiten zu nehmen. Lediglich auf den überfrorenen Fahrspuren kam Gahim ab und zu leicht ins Rutschen - ein Problem, das mit anderen Hufschuhen bisher weitaus schlimmer war.

Mit dem Renegade durch Schnee

Auch auf den Waldwegen im Schnee uneingeschränktes Reitvergnügen in allen drei Gangarten - ebenso wie der Renngalopp eine Steilstrecke hoch. Nur bei einem abrupten Stopp, den Gharim einmal hinlegte, wurde die Sache etwas rutschig. Der Renegade® hat uns in diesem Winter seine Wintertauglichkeit auch ohne die für den Hufschuh verfügbaren Spikes zum Einkleben bewiesen.

Bei nassem Schnee stollt der Renegade® wie ein Barhuf kurz auf.

aufgestollter Schneeabdruck Renegade

Halt am Huf

Der Renegade® wurde in der Testphase dreimal verloren. Der erste Verlust passierte mit nur sehr lose geschlossenem Zehenriemen. Ich wollte einfach austesten, was dann passiert. Erst beim zweiten Galopp flog der Schuh hinten links davon. Der Schuh lag auf dem Weg, es gab kein großes Suchen und es war nichts kaputt. Huf aufhalten, Schuh anziehen, weiter. Der zweite Verlust war ebenfalls im Galopp und wieder hinten links. Schon beim Anziehen bemerkte ich, dass der Ballenhalter etwas schwerer über den Huf zu ziehen war. Am Ende der zweiten Galoppstrecke folg der Schuh davon und nachdem ich den Renegade® wieder angezogen hatte, war mir auch klar warum: die Hufe waren durch das ständige Hufschuhtragen etwas länger als gewöhnlich geworden… des Schusters Rappen… Beim dritten Mal gerieten wir in ein Gewitter und trabten die letzten Meter zum Hof, als Gharim, erschreckt durch einen Donnerschlag, mit einem heftigen Satz von der Strasse auf den Gehweg hochsprang. Ich vermute, dass er sich den Schuh, diesmal hinten rechts, runter getreten hat.

Bei allen drei Verlusten entstand kein Schaden am Schuh. Zweimal Verlieren schreibe ich ab unter “Austestphase” des Schuhes. Der Hersteller gibt an, dass jeder Benutzer mit den Spannungseinstellungen des Renegade® experimentieren muss, um zu sehen, welche Spannung für die Bewegungsform des Pferdes, das Reittempo und die Bodenverhältnisse am besten passt.

Nachdem Gharims Hufe durch die Anwendung der Prinzipien des Natural Hoof Care deutlich besser und gesünder wurden, passten ihm Größe 0 vorne nicht mehr, sie wurden zu eng. Größe 00 hinten wurden zu kurz, da die untergeschobenen Trachten und der Zwanghuf eine deutliche Besserung zeigten. Also wechselte ich vorne zu Größe 1 und hinten zu Größe 0. Zu Anfang des Wechsels war ich wegen dem Halt sehr skeptisch, da die Renegade®Hufschuhe besonders an den Hinterhufen recht “locker” sitzen und an den Seiten leicht vom Huf abstehen.

Abstehende Schuhschale, Photo: go-barhuf.de

Aber beim ersten Ritt - und auch den folgenden! - hat der Renegade® in allen drei Gangarten und bei jedem Spurt gehalten. Und das, obwohl sich die Renegade® jetzt beim Ausziehen an der Hinterhand mit geschlossenem Ballenhalter durch einen leichten Druck mit dem Daumen vom Huf nehmen lassen. Selbst im tiefen Matsch hält der Schuh. So habe ich dann auch die Erfahrung machen dürfen, dass ein “locker” sitzender Schuh wunderbar funktioniert und hält.

Ich probierte auch aus, ob der Fesselriemen wirklich nur dazu da ist, den Ballenhalter in Postion zu halten und habe ihn kurzerhand auf dem Heimweg komplett ausgebaut. Schritt, Trab und leichter Galopp und der Schuh bleibt am Huf.

Tragekomfort

Kein Fellabrieb, kein Scheuern, keine Druckstellen. Nur einmal, nachdem wir eine längere Strecke durch überständiges Gras geritten sind, hatte es Gharim nach der Rückkehr etwas eilig, die Hinterschuhe loszuwerden. Im Ballenhalter klebten einige Grassamen, die ihn “störten”. Diese Verhalten zeigte er vorne nie und hinten nur dieses eine mal. Auch am nassen Huf zeigen sich keine Trage- oder Scheuerspuren vom Schuh.

Unter und am Fesselriemen bleibt selbst beim Durchreiten von Unterholz kaum etwas hängen. Obwohl der Renegade® hinten offen ist, hatten wir auch nach splittbestreuten Wegen kein einziges Mal Steinchen im Schuh.

 Als ich den Zehenriemen einmal so stark wie nur möglich anzog, zeigte Gharim deutliches Unwohlsein.

Gharim mit Renegades bei einem Spaziergang

 

 Renegade®säubern

Photo: go-barhuf.de

Das Innere des Schuhes ist zur Reinigung leicht zugänglich. Nach starker Verschmutzung schrubbe ich die Schuhe in einem Eimer Wasser mit einer Bürste ab. Auch das Gitter des Ballenpolsters lässt sich gut säubern. Angetrockneten Schmutz kann man einfach mit dem Hufkratzer am gesamten Schuh entfernen. Die Polster kann man mit einem trockenen Tuch gut von angetrocknetem Schweiß und Schmutz reinigen. Das Material ist von guter Qualtität und es wird selbst nach mehrmaligem Trocknen nichts hart.

Fesse- und Zehenriemen sollten öfters von Schmutz befreit werden, damit ihre Schließkraft nicht vermindert wird; die Klettriemen hin und wieder mit einer Klettbürste säubern. Nach der Reinigung mit Wasser müssen die Klettverschlüsse gut abtrocknen, da ihre Schließkraft sonst vermindert wird. Auch wenn wir uns oft durch Unterholz und Gestrüpp schlagen, hängt so gut wie nie etwas an den Klettbändern oder den Kabeln.

 

 Verschleiß und Haltbarkeit

Die Renegade® zeigten bei uns erst nach einigen Ritten die ersten Benutzungsspuren. Nach drei Monaten waren die gelben Schuhe an der Hinterhand vom Profil her bereits stark abgenutzt. Nach fünf Monaten war vom Profil nicht mehr viel vorhanden, der Abrieb setzte sich aber nicht weiter fort. An den schwarzen Renegade®, die wir in den ersten sechs Monaten an der Vorhand hatten, hat das Profil keinen Verlust erlitten - es betrug immer noch 5mm. Die Zehenrichtung wurde stark angelaufen und von mir mit der Raspel weiter optimiert. Mittlerweile stellte sich heraus, dass in den Farbmischungen Schwankungen bei der Weichheit des Materials bestehen, die die mehr oder weniger starke Abnutzung erklären. Auch innerhalb der Farben selbst kommt es immer wieder zu Schwankungen des Materialzustandes, was sicher damit zusammenhängt, dass der Kunststoff nicht in großen Mengen maschinell gemischt wird.

stark abgenutztes Profil der gelben Schuhe

Profil schwarzer Schuh mit stark angelaufener Zehenrichtung

 

 

 

 

 

 

 

 

Die stark angelaufene Zehenrichtung liegt im normalen Bereich. Gharim geht aktiv mit der Hinterhand und wir reiten viele steile Wegstrecken und einige der Waldwege wurden im Winter neu geschottert. Betrachte ich mir das Profil der schwarzen Schuhe, kann ich sagen, dass bei uns bisher noch nie ein Hufschuh nach sechs Monaten noch so viel Material hatte!

Auch sonst ist die Qualität des Renegade® gut - wir wollen hoffen, dass das auch in Zukunft nicht bleibt und sich nicht durch den Druck hoher Nachfragen zur billigen und/oder schnellen Produktion hin verschlechtert. Nach sechs Monaten sind die Schuhe in einem guten Zustand, die Polster sind noch genauso weich wie am ersten Tag, an den Klettriemen haben sich keine Fäden gezogen und nichts ist ausgeleiert. Der Renegade® ist der erste Hufschuh, bei dem mir in acht Monaten durch die Ritte nichts kaputt ging!!

Ballenhalter nach sechs Monaten

Renegade nach sechs Monaten

 

 

 

 

 

 

 

Ansicht Ballenpolster nach sechs Monaten

Polster Fesselriemen nach sechs Monaten

 

 

 

 

 

Allerdings wäre es mir beim “ersten Satz” Renegade®, die ich wegen der nicht mehr passenden Größe ausmustern musste, bei keinem der Schuhe mehr möglich gewesen, die Kabel umzujustieren. Die Kabelklemmen und Madenschrauben setzen sich so mit feinem Schmutz zu, dass die Madenschrauben bei dem Versuch, sie zu lösen, sofort rund werden. Dies passierte mir auch bei einem der neuen Renegade®  Größe 0 für hinten, und das nach nur wenigen Einsätzen. Beim ersten Ritt, die Schuhe wurden zuvor eine Markierung nach vorne justiert, gab es beim Antraben einen leisen Plopp! - und es hing nur noch der Ballenhalter am Fesselbein. Die Kabel hatten sich gelöst und waren aus der Kabelklemme gerutscht. Zuerst dachte ich, ich hätte die Madenschrauben nicht richtig geschlossen. Allerdings musste ich feststellen, dass die Madenschrauben an dieser Kabelklemme schief gebohrt waren. Ich vermute, dass damit die Trennung des Ballenhalters von der Schuhschale zu erklären ist, da die im Bild linke Madenschraube das Kabel nicht richtig trifft und ihr Halt damit wahrscheinlich vermindert war.

in Kabelklemme schief angebrachte Madenschrauben

Also Kabel wieder einfädeln, was nicht so einfach war, weil beide Kabel sich bereits leicht aufdröselten. Allerdings hatte ich dabei dann den Ballenhalter einen Hauch zu eng justiert und als ich die Kabel nach wenigen Ritten wieder etwas verlängern wollte, konnte ich die Madenschrauben nicht mehr lösen. Sie waren sofort rund.

sich aufdröselndes Renegade-Kabel

Also blieb mir nichts anderes übrig, als die Kabel mit einer Zange durchzuschneiden, und eine neue Kabelklemme und neue Kabel einzubauen.

durchtrennte Kabel

So kam ich denn auch in den Genuß, einen Renegade® komplett zu zerlegen und wieder zusammen zu bauen:-).

©Manu Volk