Für welche Hufe eignet sich der Renegade®

Der Hufschuh wurde an einer Vielzahl von unterschiedlichen Hufen anprobiert. Durch das weiche Material passt  der Renegade® trotz vieler Meinungen, er wäre nur für ovale Hufe geeignet, auf viele Hufformen. Auch hier wird wieder viel nachgeredet anstatt nachgedacht und ausprobiert…

Auch bei einem Umformungshuf wie z.B. einem Diagonalhuf lässt sich der Renegade® gut anpassen. Ein Umformungshuf, der nicht durch eine Verletzung des Beines und der daher bedingten Fehlbelastung herführt, sollte sich bei guter und richtiger Hufbearbeitung innerhalb weniger Ausschneideperioden (1-3) in einen gut ausbalancierten Huf umformen lassen. Auch hier zählen Wissen und Erfahrung des Hufexperten. Nicht geeignet ist der Renegade®, wie eine Vielzahl anderer Hufschuhe auch, für (oftmals durch mangelnde oder falsche Hufbearbeitung) weghebelnde Wänder oder Zehen.

wegheblende Hufwand

Schuh steht an weghebelnder Wand (links im Bild) abSchuh steht an weghebelnder Wand ab

 

 

 

 

 

 

 

 

Für Zwanghufe und untergeschobene Trachten ist der Renegade® bestens geeignet und unterstützt sogar deren Rehabilitation.

Am besten geeignet ist der Renegade® für Hufe, die nach den Prinzipien des Natural Hoof Care bearbeitet werden; für solche Hufe wurde er ja auch konzipiert. Das sind Hufe mit niedrigen Trachten, geradem Wandverlauf, kurzer Zehe und Mustang-Roll (Trachtenlänge 2-4cm, Zehenlänge 6-8cm).

Sind die Hufe, besonders an den Trachten zu hoch, wird der Renegade® problematisch. Bilder von der website des Herstellers veranschaulichen dies:

Photo. Lander IndustriesPhoto: Lander Industries

 

 

 

hohe Trachten

 

 

Photo: Lander IndustriesPhoto: Lander Industries

 

 

 

normale Trachtenhöhe

 

 

 

Wie Sie vielleicht auf dem ersten Bild anhand der Knochenlinie und des Kronrandes erkennen können, steht dieses Pferd viel zu steil - auf dem darunter befindlichen Bild wurden die Trachten auf eine gesunde und normale Höhe gekürzt. Die Bilder entstanden am gleichen Tag und wenn der Huf es anbietet, schadet es dem Pferd nicht - das Gegenteil ist der Fall! - wenn das Hufbein in einer Sitzung  in eine für das Pferd normale, angenehme und natürliche Stellung gebracht wird.

©Manu Volk