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Der negativ palmare Winkel
Rotation des Hufbeines im hinteren Bereich
Durch Fehlbelastungen und fehlerhafte Hufbearbeitung kann es zu einer Rotation im hinteren Seitenbereich des Hufbeines kommen. Man spricht dann von einer Rotation nach kaudal oder einem negativ palmaren Winkel.
Betroffen sind meist Hufe mit stark untergeschobene Trachten, langen Zehen und Zwanghufen.

Bild 1*

Durch Fehl- und Kompensationshaltungen legt das Pferd vermehrt Gewicht auf den hinteren Hufbereich. Durch das Körpergewicht und bei Bewegung kommt noch mehr Last auf diesen Bereich. Die untergeschobenen Trachten kollabieren, es kommt zu Schäden an der Sohle, der Sohlenlederhaut und den Lederhautblättchen der Trachten und der Eckstreben. Das Hufbein sinkt nach hinten ab.

Bild 2*

Die Sohlenwölbung ist im Zehenbereich meist sehr stark ausgeprägt, während es im mittleren Bereich des Hufes zu einer Sohlenabflachung kommt. Die weiße Linie zeigt im Seitenwandbereich eine Zusammenhangstrennung in der vertikalen Tiefe. Die Sohle wirkt im Trachtenbereich dicker und hat oftmals eine dunklere Farbe; bei weißen Hufen wirkt die Sohle gelbstichig. Die Zehenwand wölbt sich konvex nach außen auf.



Der Hufrollenbereich und die tiefe Beugesehne erfahren vor allem in der Bewegung eine Überlastung.
Der negativ palmare Winkel tritt vermehrt an der Hinterhand auf. Besteht die kaudale Rotation über einen längeren Zeitpunkt, kommt es auch hier zu einem Knochenum- und -abbau des Hufbeines.


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Bild 1, 2 mit freundlicher Genehmigung der Pferdebesitzerin A.K.

©Manu Volk


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